Der Judo-Club Haldern 1978 e.V. war am 07. Oktober 2018 zu Gast beim VdS Nievenheim in Dormagen. Die Ausbeute der kleinen Halderner Delegation beim Kreispokalturnier kann sich sehen lassen: Eine Gold- und eine Bronzemedaille.
Zahlreiche Absagen und der verletzungsbedingte Ausfall von Alexander Pandzioch führten dazu, dass lediglich Pedro Cardoso und Veronika Pandzioch für den Judo-Club Haldern 1978 e.V. in Dormagen auf die Tatami gingen. Pedro Cardoso (-37 kg) startet hoch konzentriert und zeigte gutes Judo. Mit zwei Erfolgen in einer Gruppe von 12 Judoka blieb er im Doppelten-K.O.-System auf der Siegerstraße und erreichte das Halbfinale. Wieder voll fokussiert auf den Zweikampf setzte Pedro Cardoso alles daran, das Finale zu erreichen. In einem guten und phasenweise ausgeglichenen Kampf setzte er kurz vor Ablauf der Wettkampfzeit noch einmal zu einem Wurf an, den der Gegner jedoch abwehren und ihn sofort in den Haltegriff nehmen konnte. Damit war der Traum von der Gold- und Silbermedaille geplatzt, aber Bronze sollte es auf jeden Fall werden. Im Kampf um Platz drei kam Pedro Cardoso über seinen Siegeswillen immer wieder in die besseren Positionen, ohne jedoch entscheidend punkten zu können. Doch er überzeugte die Kampfrichter davon, dass er der bessere Judoka war uns sicherte sich mit diesem Arbeitssieg verdient die Bronzemedaille. Ein gutes Ergebnis für den jungen Nachwuchskämpfer.
In der Altersklasse U15 gab es für Veronika Pandzioch in ihrer Gewichtsklasse (- 40 kg) keine Gegnerinnen. Spontan entschieden Traimer und Judoka, dass sie in der nächsthöheren Gewichtsklasse mit drei weiteren Konkurrentinnen startet. Sie zeigte dem Publikum gutes und unterhaltendes Judo. Drei vorzeitige Ipponerfolge mit verschieden Würfen sowie Bodentechniken – Hebel und Haltegriffe – verhalfen dem Halderner Talent zur Goldmedaille in der Gewichtsklasse bis 44 kg.
In der Gewichtsklasse bis 63 kg kämpften 17 Frauen aus fünf Bezirken im Doppelten-K.O.-System um die Medaillen. Tanja Ehringfeld blieb mit zwei Siegen in Folge in der Finalrunde und erreichte das Halbfinale. In einem ausgeglichenen Kampf konnte keine der beiden Kämpferinnen nach Ablauf der regulären Kampfzeit einen Punktevorteil aufweisen, so dass der Zweikampf in die Verlängerung ging. Nach wenigen Sekunden konnte ihre Kontrahentin überraschend eine Wertung erzielen und statt dem Finale stand nun der Kampf um Platz drei für Tanja Ehringfeld an. Aufmerksam verfolgte sie die Kämpfe in der Trostrunde und guckte sich die Konkurrenz an. Ihre Gegnerin im kleinen Finale hatte die letzen beiden Kämpfe schnell für sich entscheiden können. Das wollte Tanja Ehringfeld auf jeden Fall verhindern und die Weichen auf Erfolg stellen. Und sie machte ihre Sache sehr gut, gab der Gegnerin keine Chance zu punkten, so dass auch dieser Kampf in die Verlängerung ging. Bei den beiden ebenbürtigen Gegnerinnen konnte man die körperliche Belastung deutlich sehen, doch beide rafften sich immer wieder auf und wollten auf den Zug zu den Deutschen Meisterschaften aufspringen. Erst nach sechs Minuten und 44 Sekunden gelang ihrer Gegnerin die entscheidende Wertung. Aber ungeachtet der Niederlage kann Tanja Ehringfeld auf einen tollen Wettkampf und einen guten fünften Platz zurückblicken. Ein Ergebnis, dass ihr die Teilnahme an den Deutschen-Pokal-Meisterschaften 2018 am 21. Oktober 2018 in Steinheim ermöglicht.
Bei den Bezirkseinzelmeisterschaften der Männer und Frauen in Duisburg löste Tanja Ehringfeld (- 63 kg) am Samstag, den 22. September 2018 das Ticket für die Westdeutschen Einzelmeisterschaften am kommenden Wochenende in Bochum. Die Halderner Dan-Trägerin schaffte in einer Fünfergruppe mit zwei Siegen und zwei Niederlagen eine ausgeglichene Wettkampfbilanz und sicherte sich mit Platz drei den Sprung aufs Treppchen. Sie nimmt damit wiederholt die Hürde auf Bezriksebene und startet am kommenden Samstag auf Landesebene in der nächsten Meisterschaftsrunde.